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Das Briefspiel

Die Webseite Nordmarken.de und die zugehörige Wiki beschreiben die Region Nordmarken in der fiktiven Welt Aventurien, einer Welt des Rollenspiels ,Das Schwarze Auge'.

Im Brief- oder Lehensspiel übernimmt der Spieler eine adlige Familie (meist in Junker-, Edlen- oder Ritterrang) mit einem Gut innerhalb der Nordmarken und bespielt deren Geschicke in der Interaktion mit anderen Spielern.
Dieses Spiel läuft primär per Briefen zwischen den Adligen und auf Treffen der Spielfiguren ab. Diese entstehen üblicherweise virtuell als gemeinsam geschriebene Geschichten, aber auch real auf den Conventions (kurz ,Cons') der Spielerschaft, die ein- oder mehrmals im Jahr für ein Wochenende stattfinden und die es ermöglichen, auch im freien Spiel in die Rolle seiner Charaktere zu schlüpfen - oder einfach auch nur gemütlich vor dem aventurischen Rahmen mit irdischen wie aventurischen Bekanntschaften zu plaudern und Zeit zu verbringen.

Die Koordination des Briefspiels (und auch die Zuteilung von Lehen und Familien) läuft über den Briefspielkanzler einer Provinz, der die NSCs (üblicherweise unbespielte Barone, Kirchenobere und alles ab Grafenrang aufwärts) steuert und auch die letzte Instanz in Streitfragen darstellt.
Im Gegensatz zum Spiel am Tisch lösen die Helden nicht von einem Spielleiter gestellte Aufgaben und Abenteuer, sondern der Schwerpunkt liegt auf gemeinsam erzählten und ausgestalteten Geschichten auf Spielerebene. Es gibt zwar im Hintergrund den Metaplot, der vom Briefspielkanzler und seinen Helfern gelenkt wird und hin und wieder für provinzweit spür- und erlebbare Geschichten sorgt, doch die alltäglichen Geschichten und Spielszenen entstehen aus Konfrontationen der Figuren, die von den Spielern selbst initiiert werden - Jagden, Bündnisse und Fehden - was der längst nicht immer so beschauliche und luxuriöse Alltag eines Niederadligen eben so mit sich bringt.
Es empfiehlt sich, im Hintergrund der eigenen Figuren und des Lehens den einen oder anderen Aufhänger für spätere Geschichten unterzubringen - und auch hin und wieder Mut zur Lücke zu beweisen und Dinge unbeschrieben zu lassen, um später innerhalb von Entwicklungen noch ,Spielraum' zu haben.

Zur Inspiration, was sich so tut im Lande am Großen Fluss, ist das provinzeigene Fanzine, die Nordmärker Nachrichten (inzwischen umfirmiert zum Greifenspiegel), eine treffliche Quelle.

Eine Übersicht über einige der bisherigen Geschichten innerhalb der Nordmarken finden sich hier.

Neuspieler und Interessierte, die diese Form des Spielens ausprobieren möchten, sind uns immer sehr willkommen - die ersten Schritte lassen sich hier finden.