Grau_Web_NM_Farbig071104_250mm

Zurück

Aus der Borbarad-Box

 

Unter der Dämonenkrone

Zeitleiste

Am 20. Rahja [28 Hal, LC] in aller Frühe kapert Markgraf-Admiral Rateral Sanin seine ehemaliges Schiff, die Seeadler von Beilunk, im Hafen von Perricum, um auf eigene Faust gegen die Schwarzen Lande, gegen Dämonenarchen und Piraten vorzugehen.

9. Ingerimm: Jariel Praiotin XII., der Bote des Lichts, verstirbt beim Versuch, sich dämonischer Einflüsterungen zu erwehren; Nachfolger wird Hilberian Praiogriff II.

 

 

Gaius Cordovan Eslam Galotta, Dämonenkaiser Galotta I., Magier der 21. Stufe, Blakharaz-Paktierer, Träger des Agrimoth-Splitters

[...] Einst war der Dämonenkaiser ein geachteter Wissenschaftler, Magietheoretiker und Historiker, dessen Brillanz ihm zur Würde des Ersten Hofmagus unter Kaiser Hal verhalf. Unter Kaiser Reto und seinem später vergöttlichten Sohn waren Hellseher bei Hof ja praktisch verboten. So kam es, daß Reto einen begnadeten Absolventen der Akademie der Herrschaft zu Elenvina zum Ersten Hofmagier bestellte.

Hier tat sich G. unter anderem in der Erforschung der Elfenvölker und ihrer Magie hervor, auch wenn er bereits damals zu Forschungsmethoden gegriffen haben soll, die einem Schwarzmagier besser anstünden.

Seine Forschungen auf dem Gebiet der Beherrschung weisen ihn allesamt als Koryphäe aus: Es gelang ihm, das Elbenschwurlied und die Magie der Wahren Namen zu meistern und so zu korrumpieren, daß er vier Auelfen zu seinen Sklaven machte. Als vermutlich erster erwarb er Thomeg Atherions IMPERAVI ANIMUS aus Fasar. Aus dem Zauberzwang der Hexen deduzierte er eine noch weit mächtigere Beherrschung. Weiters beschäftigte er sich mit den hypnotischen Willen von Kaleckenweibchen, Ikanarias und Schloß Zizirie, wo ebenfalls Oger in einem Agrimothlabyrinth zu geistigen Höchstleistungen geführt wurden. G.s Großmeisterstück aber war der Erwerb des Schwarzen Auges von Selem (heute ausgelagert nach Koschgau, s. ReichMag-27-IX-7), das größte seiner Art, durch das er seine Beherrschung auf alle Oger Aventuriens auszubreiten hoffte.

[...] Es heißt, daß G. weit über 100 Jahre alt sein soll, aber wohl seit seinem dreiundfünfzigsten Lebensjahr nicht mehr altert. Man spricht ihm das Geheimnis der ewigen Jugend zu, was ihn wohl der Gunst von A.P. versicherte. Inwieweit die Gerüchte stimmen, er sei in seiner Jugend mit der rätselhaften Zauberin Nahema aneinandergeraten, läßt sich nicht ergründen.

[...] Vielfach bezeugt ist die Begebenheit vom Scharlachkappentanz, von der oft geredet wird, die hier aber noch einmal wiedergegeben werden soll: Der Zwist zwischen Nahema, die damals eine Favoritin des Kaisers war, und G. wurde hinter der Fassade höfischer Umgangsformen ausgetragen. Gerüchteweise kosteten sie ein halbes Dutzend Attentäter das Leben, die allesamt nicht Herr ihres Willens waren, als sie einen der Kontrahenten angriffen oder zu vergiften suchten. Es eskalierte schließlich auf einem Hoffest im Jahr 10 Hal, als Nahema Seine Magnifizenz beeinflußte, er solle seinen Hofmagus einen Dämonen beschwören lassen. Warum kein Hofkaplan widerriet, ist heute noch unbekannt, Faktum ist aber, daß die Beherrschung der beschworenen Kreatur (vermutlich ein Zantide) mißlang und sie eine Frau aus dem Gefolge Nahemas tötete. Der Kaiser ließ seinen in Ungnade gefallenen Hofmagus auf deren Vorschlag hin kahlscheren und mit scharlachroter Farbe bemalen. Dergestalt mußte der Magus einen Tanz auf einem glühend gemachten Tisch aufführen. Nach dieser Demütigung soll G. Rache geschworen und mit der Planung des Ogerzuges begonnen haben.

Neben der bereits erwähnten Apathie der Hofgeweihtenschaft sind noch weitere rätselhafte Aspekte an diesem Vorfall zu erwähnen: So stellt sich die Frage, weshalb sich der Kaiser so leicht für das frevelhafte Beschwören von Dämonen erwärmen ließ und weshalb sich der bis dahin untadelige Hofmagus auf dieses Unternehmen einließ. Die manchmal vorgebrachte Erklärung, er habe um die finanzielle Unterstützung des Kaisers für seine Experimente gebangt, ist als lächerlich abzulehnen. Noch interessanter ist – man kann es hier in diesem Rahmen ansprechen – die Frage, weshalb sich der Hofmagus ausgerechnet für das Rufen eines Dämonen mit so tödlichen Fähigkeiten entschlossen hat – das Invocieren eines Difariden etwa hätte den Befehl des Kaisers ebenfalls erfüllt. Eine erhebliche Überschätzung der eigenen Macht ist vermutlich also auch damals schon zu erkennen.

[...] Von seinem Versteck auf einer Insel im Ochsenwasser aus leitete der Magus mit einem auch heute noch nicht erklärbaren Zauberzwang sein Vorhaben ein, mittels des Zuges der Oger die Stadt Gareth zu zerstören. Dies konnte bekanntlich unter hohen Opfern verhindert werden, doch muß noch einmal betont werden, daß die damalige Bevölkerung der Stadt Ysilia fast völlig der von Galotta eingeleiteten Katastrophe zum Opfer fiel.

Nach dem letztendlichen Scheitern seines Planes wandte sich Galotta – nur Staatsfeind Nummer Eins und immerhin 10.000 Dukaten wert – zur Flucht und ließ sich für Jahre in Brabak nieder, bis er nach undurchsichtigen Vorgängen in den Sümpfen der Stadt verwiesen wurde (Vermutungen deuten sowohl auf eine Feindschaft zum Nekromanten Pôlberra als auch darauf, daß er hier das erste Mal von Borbarad kontaktiert wurde; die Experimente waren wohl agrimothischer Natur) und vermutlich eine Weile in Al´Anfa lebte, ehe er sich den Scharen Borbarads anschloß, in dessen Diensten der begnadete Wissenschaftler zu einem der wichtigsten Anhänger des Dämonenmeisters wurde.

Nach dem Fall der inzwischen wiedererrichteten Stadt Ysilia wählte er sie zu seinem Stützpunkt. Angeblich strebte er damals in besonderem Maße nach der Erforschung der Elfenstadt Isiriel, die in den Fluten des Yslisees versunken sein soll.

Seine nach der Verbannung des Dämonenmeisters erfolgte Selbstausrufung zum neuen Kaiser eines Dämonenkaiserreiches ist nur folgerichtig: Borbarad konnte er sich als geborener Höfling unterordnen, doch unter den übrigen Heptarchen gab es wohl niemanden, dem er nur Hofmagus sein wollte – die Erhebung seiner selbst ist da die natürlich Schlußfolgerung, immerhin hat er sie durch die Ermordung Brins und den Raub der Klinge Silpion vorbereitet.

[...] Zu den unverkennbaren Merkmalen der Herrschaft Galottas zählt die Überzeugung, daß alles seine Ordnung haben müsse, so pervertiert diese Ordnung den Göttergläubigen auch erscheinen mag. So hat Galotta zum Beispiel formell für sein Reich das Garether Pamphlet aufgehoben, das Magier von der staatlichen Herrschaft ausschließt – jeder andere Heptarch hätte eine solche Bestimmung nicht einmal wahrgenommen. Das bedeutet jedoch nicht, daß seine Herrschaft statisch sei, im Gegenteil: Stete Intrigen und blutige Auseinandersetzungen unter den Großen des Dämonenkaiserreiches sind an der Tagesordnung, und die jeweils aktuellen Zustände werden dann per Gesetz bestätigt.«

—aus den Galotta-Dossiers der KGIA, zusammengestellt von Travine von Beckstein; Firun 1022

 

[Galotta nennt sich im TAL DER FINSTERNIS fortwährend „Kaiser Fran II. Galotta“, LC]

 

Die Warunkei: Mächte und Monster

Aluris Mengreyth, Alchimist, Nekromant, 13.Stufe, dämonisch verwandelt

Aluris war einer derjenigen Gelehrten, die sich in Borbarads Gefolgschaft größte Fortschritte erhofften. Zu seiner Enttäuschung erhielt er niemals eine Audienz bei Borbarad und wurde mit anderen Alchimisten in die Labors der Schwarzen Horden verbannt. Mit Rhazzazor bekam er einen noch viel grausameren Herren: "Der einzige Grund, warum du noch lebst, ist, daß das Glimmen deines schwachen Verstandes mir mehr Nutzen bringt als der Gehorsam deines hinfälligen Leichnams." Bereits 992 BF aus der Akademie der Herrschaft zu Elenvina ausgeschlossen, mußte er 1003 wegen seiner Werwolf-Experimente aus Winhall fliehen. Nach vielen Jahren in Lowangen kann er endlich 'das ultimative Retro-Elixier' erzeugen (eine Nephazz-Beschwörung in Artefaktform). Nur noch selten erscheint er als der 65jährige gebeugte Apotheker, meist gewinnt die untote Nachtgestalt die Macht, die wohl dem Fluch Thargunitoths, dem Yak-Hai entspringt.

 

Blutrosen und Marasken

 

Kirchen und Kulte in Aranien

Andere Kirchen

Die Kirche des Praios besitzt in Aranien keinen sonderlichen Einfluß außerhalb derjenigen Garethisprachler, die sich auch als Untertanen des Mittelreichs fühlen. Mit Cassius von Hardenfels besitzt die Ordnung Aranien und Maraskan immerhin den Bruder der Gräfin von Albenhus zum Wahrer, doch seine nordmärkische Art und die Ablehnung sämtlicher regionaler Glaubenseigenheiten als Aberglauben hat ihm bei seinen tulamidischen Untergebenen wenig Ansehen und Einfluß beschert.

 

Die ‘Seeadler von Beilunk’

 

»Archivanweisung: Sämtliche Dossiers bezüglich der Kaperung der 'Seeadler von Beilunk' sind im Licht der neueren Ereignisse zu überarbeiten. Expressis verbis sind folgende Änderungen einzufügen: Rateral Sanin (XII.), vormals Markgraf zu Windhag, ist als Kapitän der 'Seeadler' zu führen. Dem Haus Sanin wird die Pfalz Weißenstein, vormals Weißengau, zu Lehen gegeben; alle Ansprüche des Hauses Sanin auf den Markgrafentitel von Windhag sind hinfällig. Die 'Seeadler von Beilunk' wird aus dem 1. Geschwader der Perlenmeerflotte ausgegliedert und fürderhin als einzeln operierende Einheit geführt.

An Residenten: Alle Ermittlungen gegen Kapitän Sanin wegen Diebstahls von Flotteneigentum, resultierend aus Taten zwischen dem 15. Rahja 28 und dem 30. Praios 29, sind einzustellen.«

—aus dem Perlenmeer-Dossier des KGIA, Firun 29 Hal

 

Rateral Sanin, albernischer Seebär und Haudegen, für seine Entdeckungsfahrten im Perlenmeer auf der Seeadler von Beilunk zum Großadmiral der Westflotte und Markgrafen von Windhag erhoben, mußte den borbaradianischen Untaten in 'seinem' Meer, der stückweisen Vernichtung der Perlenmeerflotte und der nach seiner Meinung offensichtlichen Unfähigkeit des Admiralissimus Rudon von Mendena so lange tatenlos zusehen, bis ihm wohl der Geduldsfaden riß: Am 15. Rahja 1021 kaperte er mit einem Haufen Getreuer (viele davon Veteranen der Entdeckungsfahrten) die Seeadler im Hafen von Perricum, um den Krieg endlich zum Feind zurückzutragen.

(…)

Die Seeadler, eine 7 v.H. auf Kiel gelegte Trireme der Perricum-Klasse (nach neuerer Klassifikation eine Galeasse), wurde zuletzt in den Jahren 24 bis 27 Hal generalüberholt und gilt, trotz ihres Alters, in ruhigen Gewässern als überaus schlagkräftige Einheit, deren moderne mittelschwere Torsionsgeschütze (einheitliche Waffen nach Plänen von Meister Farmosch, die 350 Unzen schwere Kugeln verschießen) zu den weitreichendsten auf allen Meeren gehören. Darüber hinaus ist die Seeadler mit Harpun-Aalen und Hornissen bestückt und bietet bis zu 100 Seekriegern Platz.

 

Machtgestalten Schwarz-Maraskans

Al'Gorton

„Unsere geweihte Schwester Maffia Vellia hat schon zur Rohalszeit in ihrem verkannten Werk Wahn der Verfolgung auf eine Reihe merkwürdiger Personen verwiesen: Ihren Ausgang nimmt ihre Sammlung bei dem Alchimisten Algor Tonn, der angeblich um 100 BF auf Cyclopea das Hylailer Feuer erfand. Die almadanische Heldensage von Caralus dem Löwen, etwa um 900 v.BF, berichtet von dem Zauberer Alg'Orton, der, vor allem für ausgefallene Mensch-Tier-Chimären berüchtigt, von dem Helden getötet wurde. Sie vermeint auch einen Algorton der Dunklen Zeiten entdeckt zu haben, der um 400 v.BF am Sikram lebte. Von ihm oder einem Namensvetter heißt es, er habe in Phecadien oder Nordmarken, nahe dem Hort des dort getöteten Ewigen Drachen, eine Schwarze Burg erbaut. All dies führt Maffia in ihrer üblichen bestechenden und verwirrenden Art auf Al'Gorton zurück, genannt der Reisende, der Meister der Jahre, einem der weniger bekannten Magiermogule vom Gadang (2. Jahrtausend. v.BF). Jener gilt als der Erschaffer des Golems Al Djadib und starb mhanadistanischen Märchen zufolge in den Skorpionkriegen im Zweikampf mit Sultan Sulman al-Nassori. Soweit Maffia Vellia. (…)

Hätte ich noch gezweifelt, einem Geheimnis auf der Spur zu sein, wäre ich bekehrt worden, als ich Mirham erreichte. Einer der vier Türme ist das südlichste Bauwerk, das vollständig aus Koschbasalt besteht – so wie der Turm am Koschpaß und wohl auch die schwarzen Bauten in Phecadien, Almada und am Sikram. Und was soll ich davon halten, daß ich viele dieser Orte aus der Geronssage kenne, als Orte, wo der größte unserer Helden Schlangen und Chimären erschlug?“

 

[wie wir aus der Horasbox wissen, hat Geron den Ewigen Drachen im LF und nicht in den Nordmarken erschlagen, reine Meisterinformation – LC ]

 

Die Magiermogule, die sich um den Dämonenmeister Assarbad scharten, waren besessen von der Langlebigkeit der echsischen Rassen. Insbesondere der 'Meister der Jahre' schuf etliche Artefakte unheiliger Unsterblichkeit wie die Blutige Träne und das Amulett der Acht Leben. Um den Untod zu vermeiden, suchte er die Skrechu auf. Sie wirkte das Jenaqq Khatul (Ritual des Ewig Lebenden) und machte ihn zu ihrem Tiervertrauten. War es die Bösartigkeit der Schlange oder der Fluch Asfaloths? Jedenfalls wurde der Magus, nachdem der Diamantene Sultan ihn erschlagen hatte, wiedergeboren. Nichts erinnerte ihn an sein früheres Leben als der Drang, sich wieder der Herrin zu unterwerfen, die stets darauf bestand, ihn Al'Gorton (etwa: 'Das Gold der Gor') zu nennen. Borons Hallen sind ihm verwehrt, und es ist nicht Tsas Gnade, die ihn so oft wiederkehren und der Skrechu dienen ließ. Ein halbes Dutzend Nester hat er angelegt, ohne von früheren Versuchen zu wissen. Stets baute er Jahrzehnte lang an Anlagen, die mit Koschbasalt die Magie der Schlangenbrut darin verbergen und dämpfen sollen, bis die Herrin sie erweckt. Geron, Leomar, Caralus, Hlûthar und Pher Drodont haben solche Nester zerschlagen. In den Ruinen hausen heute Magier, die meist nur die Schatten der Geschichte entdeckt haben.

 

[Magie & Alchemie] [Magierakademie] [Heilkunst] [Dunkle Mächte]