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Kunst in den Nordmarken

Neben der Musik sind natürlich auch die anderen Künste in den Nordmarken vertreten. Innerhalb Elenvinas wiederum ist der weit mehr künstlerisch als wissenschaftlich orientierte Hesindetempel der Angelpunkt, um den sich die kunstbeflissene Gesellschaft dreht. Schwerpunktmäßig besteht die Kunst der Nordmarken aus der Bildhauerei, wovon die allgegenwärtigen Standbilder ein beredtes Zeugnis ablegen. Ähnlich durch die Herrschaftsstrukturen begünstigt ist auch die Bronzegießerei, wohingegen die Malerei sich erst langsam durchzusetzen beginnt. Vor allem die Landschaftsmalerei findet in den Nordmarken viele Motive: Bergriesen im Morgendunst, Sonnenuntergänge hinter den Bergen, schneebedeckte Gipfel im Horizont und idyllische, kleine Dörfer an Felshänge geschmiegt - die teils wildromantische Landschaft bietet geradezu ideale Motive für Panoramen. Wenn es um Kunst geht, so liegt die Betonung im allgemeinen aber eher auf dem ingerimmgefälligen „Kunsthandwerk“, sei es das mit eisernem Weinlaub verzierte Gitter auf dem Marktbrunnen zu Albenhus oder eine mit Blattgold beschlagene Schmuck-Handschriften mit göttlichen Lobpreisungen.

Die meisten nordmärkischen Adligen sind jedoch keine grossen Mäzene, weshalb viele begabte Künstler schon die erste Möglichkeit am Schopfe packen, um in Gareth oder im Horasreich am Hofe eines geltungssüchtigen Adligen zu arbeiten. Auch die Bevölkerung der eher ländlichen Gegenden hat für „unnötigen Schnickschnack“ nicht viel übrig. Eine Ausnahme stellen hier die weit verbreiteten, am Wegesrand aufgestellten Heiligenschnitzereien oder Steinbilder dar, wovon der 30 Hal eingeweihte „Zwackelfegener Totentanz“ eindrucksvoll Zeugnis ablegt. In der Isenhager Edlendomäne zieht sich eine Reihe von kleinen hölzernen Schreinen. Alle paar hundert Schritt wird am Wegesrand eine Szene des Totentanzes dargestellt: eine tröstliche Beschreibung des Frieses im Puniner Tempel, auf dem der Tod jeden Menschen - vom Kaiser bis zum niedrigsten Tagelöhner - in seinen Reigen zieht und in die Zwölfgöttlichen Paradiese führt.

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